Sylva Pauli

works

Works

Grain by the Way
Grain on the Rock
Grain in Thornes
Grain in the Good Soil
Eternity
Frog
Crows
Horses
Trees
Abjection
Hera, Aphrodite, Athena
Helena
Briseovna
Paris
Menelaos
Hektor
One Air Word Leads to Another
Slight Malapropism
Alphabet before the Harvest
Exciting Backside of the Words
Several Words on the Wings
Male
Female
The Way is Leading You
The Most Beautiful Bridges of All Times
Bridges of Generations
A Ropeway for Two
Relationship Bridge
Head Bridge
Alphabet of Woman and Man
about

About

In 1992, Sylva Pauli enrolled to the International Summer Art Academy in Salzburg, to the print making class of renowned Czech graphic artist, painter and sculptor, professor Adriana Šimotová. Her works resonated with Sylva´s innermost interest in the human essence as well as in experimenting with different graphic techniques.

Another remarkable opportunity arose at the Salzburg Art Academy a year later. Sylva joined a print making class of Japanese Professor Kunito Nagaoka from Kyoto and Berlin. Over the years Sylva Pauli continued her education with Prof. Nagaoka in the Austrian city Geras.Kunito Nagaoka was intensely focused on calligraphy, technique that combines collage with other graphic techniques without the use of chemicals. Such combination of printing methods results in a single, unrepeatable, unique.

Third important personality, that influenced her artistic formation was Professor Jindřich Vávra, an exceptional teacher of the Folk School of Art in Prague.

Additional positive influence, indirectly affecting her creative mind, represents her work in herown architectural studio. In 1985 she graduated from the Czech Technical University in Prague, she received the Austrian nostrification in 1994 and authorization in 1996.

Author’s print is marked A.E. Each sheet is for Sylva Pauli process full of surprises, spiralling movement between searching for new paths andreturning to already gained experiences. A close relationship to literature is always a guarantee of an interesting title of her works. The designation „Without a Title“ in her own words cannot happen.

For the first time becameliterary texts the rudiments of her exhibition The Seeder in 2014, in the church of St. Martin in the Wall in Prague. Specifically they were the quotations from the Old and New Testaments, which combine an archaic human wisdom with wonderful literary form. Adequate visual harmony with these texts were for Sylva represented by the distinctive gestural drawing converted into drypoint technique. These prints refer to her favourite Spanish artist Antoni Tápies. Furthermore she has used for the first time the factor of time by the indicated movement of shifted quivering lines.

Works for the exhibition With look at Franz Kafka in 2015 in Vienna brought a further development of her relationship with the texts. Franz Kafka´s lyrics resonate strongly with Sylva Pauli due to their narrow boundary between reality and abstraction, between depressing truthfulness in counterpart with charming irony and self-reflection.

In her works for the exhibition Franz Kafka´s Garden of Eden in 2016 Sylva Pauli builds on the strong theme of the Garden of Eden, which brings her colour palette closer to the bright spectrum of Joan Miró. Precisely defined coloured areas are balanced by vibrating structures of dry point and distinctive flat lines. Structures and lines are twisting, drumming and dancing their story. Along with the visual aspect of Kafka’s literary imagination Sylva Pauli maps, often from a bird’s eye view, irrefutable facts about the Garden of Eden as we know them today. Our present is on the contrary reflected in a Kafkaesque humour and his doubts about our civilization.

Sylva Pauli has the same advantage as Franz Kafka of a parallel access to the Czech and Austrian cultural worlds, alongside with touches of Jewish philosophy. As a result her works unite joyful playfulness with the utmost respect of the undisputable seriousness of the topic. Divine affairs are for Sylva integral part of the artistic working process and her dialogue with the printing press. The unpredictability of the outcome of her artistic endeavoursare for Sylva as stronga fact as is the unpredictability associated with the deepest levels of our consciousness. Everything happens in the projection of our tree-brain, which has the amazing ability to bring us closer to the contours of God, or even become Him, as anticipated by Franz Kafka.

Sylva Pauli´s work on handmade paper open onto the garden of our Universe, combine fiction with reality to please the viewer’s eye and his equally unpredictable imagination.

Im Jahr 1992 hat Sylva Pauli an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg, bei Frau Professorin Adriana Šimotová inskribiert. Dies war wahrscheinlich die einzige Klasse für Grafik, die sie je geführt hat. Arbeiten dieser bedeutenden tschechischen Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, mit ihrer innigen Interesse an dem Mensch selbst und ihrer experimentelle Art, wie Sie die grafischen Techniken in ihrem Werken verwendet hat, stehen Sylva Pauli sehr nahe.

Ein Jahr später 1993 ergab sich an dieser Akademie eine weitere Gelegenheit in der Klasse für Grafik des japanischen Professors Kunito Nagaoka aus Kyoto und Berlin, zu studieren. An dessen Lehrgängen Sylva Pauli, auch während weiterer Jahre im österreichischen Geras teilnahm. Der Unterricht Kunitos konzentrierte sich intensiv auf Collagrafie, das heißt auf der einer Seite grafische Techniken ohne Chemie, an der andersen Seite eine Verbidung von Collage mit den anderen grafischen Techniken. Diese Arbeitsmethoden finden ihr Endergebnis in einem einzigen unwiederholbaren grafisches Blatt, in einem Unikat.

Die dritte wichtige Persönlichkeit für die künstlerischen Formung von Sylva Pauli war Professor Jindřich Vávra, ein Ausnahmepedagoge in der Volkskunstschule in Prag.
Die künstlerischen Ansichten werden auch indirekt und parallel durch die Arbeit in ihrem architektonischen Atelier beeinflußt. Sylva Pauli absolviete die Prager Technik, welche sie im Jahr 1985 mit Diplom abschloss, die österreichische Nostrifikation erfolgte im Jahr 1994, die Zivitechnikerprüfung Architektur im Jahre 1996.

Den Autorendruck zeichnet sie mit den Buchstaben A.E.. Jedes Blatt bedeutet für Sylva Pauli einen Prozess voller Überraschungen, ein Suchen nach einem neuen Weg und gleichzeitig auch eine Beweggun über die Spirale der gewonnenen Erfahrungen. Eine nahe Beziehung zur Literatur bringt bei ihr immer einen interessanten Titel für ihre Arbeiten. Eine Bezeichnung eines ihrer Blätter „Ohne Titel“ kann es bei ihr nach eigenen Worten nicht geben.

In Sylva Paulis Ausstellung, Sämann, in der Kirche St.Martin in der Mauer in Prag im Jahre 2014 sind Texte zum ersten Mal ein Hauptthema Ihrer Arbeiten geworden. Konkret waren es Zitate aus dem Alten und Neuen Testament, die eine archaische menschliche Weisheit mit einer wunderschönen literarischen Form verbinden. Adäquater bildnerischer Einklang mit diesen Texten wurde durch eine deutliche gestische Linearzeichnung in der Kaltnadel Technik gestaltet. Diese grafischen Blätter verweisen auf den von ihr verehrten spanischen Grafiker Antonio Tàpies. Weiters benützte sie hier zum ersten Mal einen Zeitfaktor in eingedeuteter Bewegung. Unterschiedliche Intensität der verschobenen, zitternden Linien bringen in einem zeitlich abgegrenzten Moment der Entstehung dauerernde Energie in das Bild hinein.

Die Arbeit an der Ausstellung Mit Blick auf Franz Kafka in Wien im Jahr 2015 brachte eine Fortsetzung und weitere Entwicklung ihrer Werke mit Texten, diesmal mit Franz Kafka. Seine Texte bedeuten für Sylva Pauli einen starken Impuls, dank der schmalen Grenze zwischen Realität und Fiktion, zwischen tiefer Wahrheit der Mitteilung und dem Gegenpol der bezaubernde Ironie und Selbstreflektion.

In den grafischen Blättern der Ausstellung im Jahr 2016 Franz Kafkas Garten Eden baut Sylva Pauli auf das starke Thema des Garten Eden und nähert sich der Sonnenfarbigkeit Joan Miros. Exakt abgegrenzte Farbflächen gleichen die vibrierenden Strukturen der Kaltnadel und die deutlichen flächigen Linien aus. Die Flächen und Linien wallen, trommeln oder tanzen nur ihre Geschichte. Gemeinsam mit der bildnerischen Seite der literarischen Vorstellungen Kafkas mappiert sie, oft aus der Vogelperspektive, unwiderlegbare Fakten, wie wir sie heute über den Garten Eden wissen. Zum Gegensatz dazu spiegelt sich die Gegenwart in Kafkaeskem Humor und in seinem Zweifeln an unserer Zivilisation wieder. Sylva Pauli hat genauso wie Franz Kafka den Vorteil des parallelen Zugangs zur tschechischen und österreichischen Kulturwelt, gemeinsam auch mit einer Berührung der jüdischen Lebensphilosophie. Das Ergebnis ist in ihrer Überarbeitung eine fröhliche Spielsucht verbunden mit Respekt, mit dem sie die unumstrittene Schwere des Themas überbrückt. Die göttlichen Angelegenheiten sind für sie ein Bestandteil des Druckprozesses und der Kommunikation mit ihrer Druckmaschine. Das Unvorhersehbare des Ergebnisses ihres künstlerischen Bestrebens ist für sie eine bestätigte Tatsache, genauso wie das Unvorhersehbare der tiefsten Etagen unseres Bewußtsein. Alles spielt sich in der Projektion unseres baumartig strukturierten Geistes ab und hat die erstaunliche Fähigkeit sich dem göttlichen Umriß zu nähern oder sogar direkt Gott zu werden, wie Franz Kafka voraussetzt.

Arbeiten Sylva Paulis auf handgeschöpftem Papier öffneten Durchblicke in den Garten unseres Universums und verbinden Fiktion mit der Realität für das Vergnügen der Augen des Betrachters und seiner kreisenden in gleicher Weise unvorhersebaren Fantasie.

curriculum-vitae

Curriculum Vitae

 1960 born in Prague

1968 – 1978 School für drawing and painting Prof. Jindřich VÁVRA

1980 – 1985 Technická universita in Prague Faculty for architecture, degree

1992 Master class for graphics, Salzburg, Prof. Adriana ŠIMOTOVÁ

1993 Master class for graphics, Salzburg, Prof. Kunito NAGAOKA

1994 Technische Universität Wien, Nostrification

since 1997 freelance artist and architekt

2000, 2003, 2005 class for graphic s, Geras, Prof.Kunito NAGAOKA,

since 2017 single and group exhibitions

1960 geboren in Prag

1968 – 1978 Schule für Zeichnen und Malen, Prof. Jindřich VÁVRA

1980 – 1985 Technische Universität Prag, Fakultät für Architektur, Diplom

1992 Meisterklasse Grafik, Salzburg, Prof. Adriana ŠIMOTOVÁ

1993 Meisterklasse Grafik, Salzburg, Prof. Kunito NAGAOKA

1994 Technische Universität Wien, Nostrifikation

seit 1997 freischaffende Künstlerin und Architekt

2000, 2003, 2005 Klasse Grafik, Geras, Prof.Kunito NAGAOKA

seit 2017 Einzeln- und Gruppenausstellungen